Ralf Müller-Päuker | Fachanwalt für Medizinrecht | Fachanwalt für Sozialrecht | Fachanwalt für Versicherungsrecht

Cannabis als Kassenleistung - Informationen für Patienten

Ein Gesetzlich Krankenversicherter hat bei schwerwiegender Erkrankung Anspruch auf Versorgung mit Cannabis, wenn eine Verbesserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist und eine medizinische Standardleistung nicht zur Verfügung steht oder nach Einschätzung des Arztes nicht angewendet werden sollte

Das Präparat ist also grundsätzlich nicht auf bestimmte Krankheiten beschränkt. 


Der Patient muss die Versorgung bei der Kasse beantragen, wenn der behandelnde Arzt ein Rezept ausgestellt hat. Meldet sich die Kasse nicht binnen drei Wochen, so gilt die Leistung automatisch als genehmigt (Genehmigungsfiktion). 


Lehnt die Krankenkasse ab, so kann Rechtsmittel eingelegt werden. In dringenden Fällen kann vor Gericht eine einstweilige Verfügung erwirkt werden.


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