Ralf Müller | Rechtsanwalt | Fachanwalt für Medizinrecht | Fachanwalt für Versicherungsrecht | Fachanwalt für Sozialrecht

Krankenkasse muss Exoskelett des Typs ReWalk Personal 6.0 zahlen.

Um Rollstuhlfahrern das Gehen wieder zu ermöglichen, gibt es seit einigen Jahren sogenannte Exoskelette. In diese steigen die Anwender wie in ein außenliegendes Skelett ein und können mittels eingebauter Elektromotoren wieder ihre Beine bewegen und aufrecht gehen.

Die Systeme sind außerordentlich teuer und werden daher gern von den Krankenkassen abgelehnt. Das hessische Landessozialgericht hat nunmehr festgestellt, dass Exoskelette trotz ihres außerordentlich hohen Preises von gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden müssen. Die erste Instanz hatte der Rollstuhlfahrer vor dem Sozialgericht Gießen gewonnen. Bereits vor einiger Zeit hatten auch andere erstinstanzliche Sozialgerichte zugunsten der Versicherten entschieden. In diesem Fall hatte jedoch zum ersten Mal ein Landessozialgericht

seine Rechtsauffassung zu der Kostenübernahme von Exoskeletten dargelegt. Die Beklagte Krankenkasse hat nach einem Hinweis des Gerichts die Berufung vor dem LSG Hessen zurückgenommen.

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