Julian Jakobsmeier | Rechtsanwalt

Patientin muss nach Zahnarztfehler Rechnung nicht zahlen (BGH III ZR 294/16).

Der Bundesgerichtshof hat am 13.09.2018 entschieden, dass eine Patientin den Honoraranspruch des Zahnarztes nach einer fehlerhaften implantologischen Behandlung nicht zahlen muss, wenn die Nachbehandlung nur noch zu „Notlösungen“ führen kann und somit für die Patientin nutzlos ist.

In dem zu entscheidenden Fall setzte der Zahnarzt der Patientin acht Implantate ein. Die Patientin brach die Behandlung vorzeitig ab und ließ sich von einem anderen Zahnarzt weiterbehandeln. Die Patientin verweigerte sodann, die Honorarrechnung des Zahnarztes i.H.v. 34.277,10 € zu begleichen und berief sich darauf, dass sämtliche Implantate unbrauchbar seien, weil sie nicht tief genug in den Kieferknochen eingebracht und falsch positioniert worden seien. Auch ein Nachbehandler habe eine den Regeln der zahnärztlichen Kunst entsprechende prothetische Versorgung des Gebisses auf Grund der Fehler des Erstbehandlers nicht mehr bewirken können.


Julian Jakobsmeier | Rechtsanwalt

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